Am 02.10.2017 begann für die Klasse WIN11 der Berufsschule Bayreuth die große Reise nach Úbeda. Im Rahmen des Erasmus+-Programms wird die Berufsausbildung zum Euro-Industriekaufmann der 22 Schülerinnen und Schüler durch einen Auslandsaufenthalt gefördert.

Während unserer 14-stündigen Reise konnten wir schon die ersten Unterschiede feststellen: Im Gegensatz zum sonnigen Herbst in Ubeda ist es in Deutschland um diese Jahreszeit schon kalt und regnerisch. In Ubeda sind die Tage länger und die Nächte kürzer.  Der Tagesablauf ist komplett anders. Wir stehen hier später auf, genießen die Siesta in der Sonne und arbeiten und lernen stattdessen länger.

Allgemein sind die Leute offener, lebhafter und entspannter. Die Einheimischen empfangen Gäste sehr herzlich mit Küsschen auf die Wangen. Auf den Straßen sieht man oft gutgelaunte Spanier in Cafés sitzen und sich angeregt unterhalten, während in Deutschland die meisten gestresst von einem Termin zum anderen rennen. Zeitdruck, Stress und Eile sind für Spanier Fremdwörter. Es scheint als würden die Uhren hier langsamer ticken. Diese Gemütlichkeit macht sich auch in der Arbeitswelt bemerkbar: Spanier lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Da kann es schon mal ein bisschen dauern, bis Informationen weitergeleitet oder Entscheidungen getroffen werden. Der Umgang unter Kollegen ist familiär und es wird viel Wert auf Menschlichkeit gelegt.

Als Tourist sieht man sowohl eine antike Stadt mit traditionellen Gebäuden, wie beispielsweise einer Stierkampfarena, als auch moderne Supermärkte und Geschäfte. Man kann von vielen verschiedenen Aussichtspunkten aus die bergige andalusische Landschaft geniessen, die von Olivenhainen geprägt ist.

 

Alles in allem ist Ubeda eine Stadt mit vielen versteckten Sehenswürdigkeiten, einer wunderschönen Landschaft und sympathischen Einheimischen, die das Leben in vollen Zügen genießen.

Una visión sobre nuestra Cuidad y Costumbres.

Gracias a Carina y Sina.